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Väterchen Staat und andere Nettigkeiten

auf kriegsfuss mit meiner buchhaltung - ich bin nicht amused

WIR haben einen Treuhänder. Wie ich dieses Wort liebe und wie oft ich es mir ganz genüsslich auf der Zunge zergehen liess. TREUHÄNDER. Jedenfalls zu Anfang. Da ich ja jetzt selbsständig bin, ein anderes köstliches Wort, SELBSTSTÄNDIG - mit allen Rechten und Pflichten, versteht sich - haben der Lieblingsmann und ich beschlossen, unsere Steuererklärung dieses Jahr ganz professionell von einem (und da ist es schon wieder) TREUHÄNDER ausfüllen zu lassen. 

Wir haben einen sehr lieben, verständnisvollen TREUHÄNDER. Einen "alten", also knapp über vierzig-jährigen Studienkollegen meines Mannes. Er ist sehr geduldig und erklärt mir die selben Notwendigkeiten immer und immer wieder gerne. Wir haben eine gute Wahl getroffen. Ich mag unseren TREUHÄNDER.

Was ich nicht mag, sind Steuern im Allgemeinen. Papierkram. Sture Beamte. Die sitzen aber zum Glück nicht in besagtem Treuhandbüro. Zig Paragraphen, bei deren Sinn ich manchmal  (eigentlich immer, wenn ich ehrlich bin) zweifle, und mich Kopf schüttelnd hinterfrage; WOZU das ganze? 

Mit ein Grund, weshalb ich total glücklich bin, mit unserem TREUHÄNDER, ist er doch mitschuldig daran, dass der Lieblingsmann und ich uns jetzt nicht mehr wegen dieser lausigen Steuererklärung kabeln. (als fänden wir nicht auch so genug Themen für die sich ein Wortgefecht lohnt) 

Aber was ich eigentlich sagen möchte ist,  (und auf den ersten Blick mag das jetzt als total Off-Topic rüberkommen, deshalb unbedingt bis zu Ende lesen) - also es sieht so aus: Ich war in letzter Zeit unglaublich fleissig und erfinderisch im Beschaffen von neuen produktiven Aufgaben für mich und ich glaube ich darf das so sagen, ohne zu übertreiben, oder mit falscher Scham: Ich war die beste Hausfrau ever. Ich behaupte sogar, mit dem was ich in letzer Zeit so alles bewerkstelligt habe, könnte sich mein Mann mich eigentlich gar nicht leisten... wäre er denn mein Brötchengeber und müsste mich bezahlen.

Und schuld daran ist diese ver.ammte Steuererklärung. Total entrüstet musste ich nämlich feststellen, dass es nicht reicht, mit einer Schuhschachtel voller Belege beim TREUHÄNDER aufzutauchen. Das ist nämlich nur ein romantisiertes Gerücht oder Klischee aus schlechten Filmen. Fact ist nämlich Frau braucht doch tatsächlich eine einiger massen chronologisch geführte Buchhaltung. Und hier sind wir nun auch bei dem Grund angelangt, wieso es bei uns zu Hause zur Zeit so blitz-blank ist. Mir sind nämlich noch gefühlte 1000 Sachen eingefallen, die meine Beachtung viel vieeeeeel nötiger hatten, als diese doofe Erklärung. Übrigens gehört dieser Post auch zur Arbeitsbeschaffung, die noch dringend vor "dem Papierkram" erledigt werden muss. 

Aber langsam kann ich mich mit dem Gedanken, ich möchte jetzt nicht direkt sagen anfreunden, aber immerhin mit dem Gedanken vertraut machen, das ganze anzupacken. So eine Steuererklärung ist doch echt ein riesengrosses A.schl.ch!

 

Take care!

herzlichst eure Esther

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