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ROLLERCOASTER

ausreden, grosse träume, und autoreifen

Es gibt Dinge im Leben, die zeichnen sich dadurch aus, dass sie mich herzlich wenig interessieren. Dazu gehört auch, sehr zum Unverständnis des Lieblingsmannes, welches Auto- bzw. Automarke ich fahre. Um Herrn G. besser zu verstehen, muss man wissen, dass sich dieser schon seid geraumer Zeit einen Landrover wünscht. Und um jetzt nicht ganz als Auto-Lusche vor euch dazustehen, gebe ich auch zu, dass ich mittlerweile zumindest diese Automarke von einem Peugeot unterscheiden kann. Mittlerweile weiss übrigens jeder in unserem Bekanntenkreis über den grossen, bescheidenen Traum meines Mannes Bescheid und zieht mich bei passender Gelgenheit, wenn sich nicht Herr G. persönlich dieses Recht heraus nimmt,  immer mal wieder damit auf.

Nicht nur, dass mich Autos überhaupt nicht interessieren, aber Landrover finde ich schlichtweg, die Hässlichkeit auf vier Rädern. Kenner werden jetzt erschrocken aufjapsen, aber ich kann diesen Dingern einfach nichts ästhetisches abgewinnen. Schluss. Basta. Aus. Gilt auch für dich, Lieblingsmann.

Und obwohl ich mit Autos,  oder speziell deren Wartung nicht so viel anfangen kann, fallen trotzdem auch hin und wieder Aufgaben an, die ich bewältigen muss. Der Pneuwechsel zum Beispiel. Jedes Jahr versuche ich dieses lästige Unterfangen immer geschickt zu umgehen. Niemand kann sich vorstellen welche Taktiken ich mir im Laufe der Jahre zugelegt habe, um diese, in meinen Augen extrem miese Karte meinem Mann zu zuschieben. 

Dabei handelt es sich dabei ja wirklich nicht um eine grosse Hexerei. Es geht eigentlich lediglich darum, das Auto Punkt-genau auf den Hebelift zu bugsieren und die Männer, gewöhnlich  drei bis vier an der Zahl, ihre Arbeit verrichten zu lassen. Aber genau da ist der Haken, oder das Trauma, welches darin besteht; den Karren korrekt auf den Lift zu fahren, unter den gestrengen Blicken und der vielsagenden Mimik der *Wechsler*.

Ich vergesse nie den Augenblick - und ich bin sicher mein Pneu-Wechsel-Trauma rührt von diesem Erlebnis her - als mich vor Jahren, ich brauchte damals zusätzlich zu der Wechsel-Geschichte noch einen Satz neue Pneus, einer der Herren angesprochen hat, ob die Reifen, passend zu meinem Auto, rot sein sollten.     I.IOT! Ganz genau! Das habe ich auch gedacht.

Seither bin ich ein gebranntes Kind. Und hasse die Fahrt zum Garagisten. Diesen Frühling hat soweit eigentlich alles ganz gut geklappt - wenn man mal von der holprigen Fahrt auf den Autolift absieht.

- aber es kommt ja auch wieder der Herbst und damit ein erneuter Wechsel und ich werde wieder alle Register ziehen und versuchen den Reifenwechsel meinem Gatten zu zuschieben. Etwas Zeit, um mir eine geeignete Taktik auszudenken, habe ich ja noch.

 

Take care!

Eure Esther

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