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MEINE Story

 

 

 

 

Was ist deine Story?

Hmmmm.... So spannend ist meine Geschichte eigentlich gar nicht.

OK, anders formuliert: Was hat dich hierhin gebracht wo du jetzt gerade stehst?

Also an meiner heutigen Situation ist mein Mann nicht ganz unschuldig! :-) Wo halt die Liebe hinfällt! Nach meiner Heirat bin ich in ein 600 Seelenbergdorf gezogen, 1200 m ü. Meer. Davor lebte ich in einer kleineren Stadt mit rund 10 000 Einwohnern. Dort kannte ich nicht so viele Leute. In meiner jetzigen Wohngemeinde kenne ich fast jeden.

 

Wie gefällt dir das Dorfleben? Hast du dich schnell eingewöhnt?

Diese Frage wurde mir anfangs ziemlich oft gestellt! Vor allem von Bekannten aus dem Talgrund, die meinen Entscheid, in ein kleines Bergdorf zu ziehen,  nicht so richtig verstehen konnten. Ich übrigens ihre Fragen auch nicht! Mir ist heute noch nicht richtig klar, worin ihre Bedenken damals eigentlich gründeten.  

 

Aber zurück zur Frage!  Ich habe und hatte keine Probleme hier zu leben! Alle Dorfbewohner haben mich herzlich und offen aufgenommen und alle Hebel in Bewegung gesetzt, uns bei unseren Hochzeitsplänen zu helfen. Ich erinnere mich z.B. noch genau daran, wie meine zukünftige Nachbarin, all ihre Sonnenblumen aus dem Garten für unsere Tischdekoration zur Verfügung stellte, als sie erfuhr, dass Sonnenblumen mit zu meinen Lieblingsblumen gehören. Fast das halbe Dorf hat mitgeholfen, damit wir unsere Traumhochzeit im Gemeindesaal umsetzen konnten.

 

Diese Gesten waren damals sehr wichtig für mich! Kurz zuvor hatte ich meine Mutter verloren und es war eine ziemlich harte Zeit für mich!

 

Und ja, meine anfänglichen Bedenken wurden durch die Herzlichkeit der Bewohner ziemlich schnell eliminiert. 

 

Gibt es für dich auch Nachteile in einem Bergdorf zu wohnen?

Nachteile fallen mir jetzt so eigentlich keine ein. Die Strassen-Verhältnisse im Winter vielleicht. Aber hier ist eher meine Angst vor dem Autofahren im Schnee verantwortlich. Mittlerweile habe ich mich aber auch mit dieser Situation gut arrangiert. Unsere Region ist sehr gut erschlossen und wir haben ein tolles ÖV-System und wenn's wirklich mal brenzlig wird, springt halt mal ein Nachbar ein und spielt Taxi.

 

Was hättest du  nie für möglich gehalten?

Das ich eines Tages einen Garten habe und sogar meine Pflanzen selber ziehe. :-)

 

Warum hast du dich entschieden selbstständig zu werden?

Der Schritt in die Selbstständigkeit war eigentlich schon lange Zeit ein grosser Wunsch von mir. In meinem gewählten Beruf, ich habe als kfm. Angestellte in diversen Büros gearbeitet, war ich nie so richtig glücklich. Erfüllung und Glück fand und finde ich noch immer wenn ich kreativ tätig bin.

 

Wann hast du dich entschieden den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen?

Den Entschluss fasste ich von null auf jetzt. Der Moment stimmte! Die Zeit / meine Zeit war gekommen. Alles fühlte sich richtig und stimmig an und als ich mich erst einmal in diesen Gedanken verbissen hatte, fing ich sofort an Nägel mit Köpfen zu machen, bevor ich es mir nochmals anders überlegen konnte. Bei wichtigen Entscheidungen läuft das bei mir immer so ab. Da funktioniere ich wie ein Vulkan, oder eine Urgewalt und es nützt überhaupt nichts, sich mir in den Weg zu stellen. Ich überwalze dann alles was vor mir ist und nicht passt. :-)

 

Welche Hochs und Tiefs bringt deine neue Tätigkeit als Unternehmerin mit?

Puh... Also ich fange mal mit den Hochs, den schönen, den Sekt-Momenten an. Ich freue mich immer wahnsinnig, wenn ich sehe, dass meine Produkte wertgeschätzt werden und das sie halten, was sie, oder in diesem Fall ich verspreche. Erst gestern hatte ich so einen Sekt-Moment, als ich mit meiner Familie im Café Zuckerpuppa war und dort ein Kind, mit einem von mir genähten Beanie auf dem Kopf entdeckt habe! Diese Momente sind dann einfach nur grossartig und ich kann dieses Gefühl gar nicht richtig beschreiben. Es ist einfach unglaublich genial, wenn ich mit meiner Tätigkeit jemandem eine Freude machen darf. Dieser Kick motiviert mich dann auch gleich wieder etwas Neues auszuprobieren und umzusetzen. Die Ü-Box ist aus einem solchen Moment heraus entstanden.

 

Tiefs gibt es auch, wenn man sich z.B.: so sicher war, den Geschmack von jemandem zu treffen und es dann halt doch nicht geklappt hat... oder der ständige Kampf um FB Reichweite, oder die lästige Steuererklärung.... 

Eigentlich all das, was auch im Privatleben nervt.... Aber die Hochs überwiegen! Eindeutig! 

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