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in der weihnachtsbäckerei

Am 8. Dezember ist bei uns Weihnachts-Backtag. Das war schon so, als Herr G. und ich noch ganz frisch verheiratet waren und ist es immer noch.

 

Warum auch nicht? Der 8. Dezember ist bei uns ein Feiertag und bietet sich daher geradezu an, um als offizieller Backtag genutzt zu werden.

 

Am Anfang unserer recht jungen Ehe, tummelten sich auch meine Back-Kenntnisse in einem recht bescheidenen Milieu.

 

Aber nichts desto-trotz waren wir in der Adventszeit 2006 total wagemutig und experimentier-freudig und da für junge Liebe ja bekanntlich keine Grenzen existieren, backten wir, was das Zeug hielt.

 

Morgens um 08:00 Uhr legten wir los. Um 12.00 Uhr mittags waren wir immer noch fleissig dem Back Wahn verfallen und erst als es draussen immer dunkler wurde, die Küche der kleinen Mietwohnung langsam zur Sauna mutierte und das Nervenkostüm spröde wurden, gaben wir unserer Müdigkeit, in glückseligem Plätzchen-Rausch, nach.

 

Man könnte jetzt meinen, dass sich all der Aufwand auch gelohnt hätte, aber weit gefehlt. Auf mein Drängen hin, hatten wir nämlich im Vorfeld beschlossen gesund, nachhaltig und vor allem, Kalorienbewusst zu backen.

Ich wollte die Backkunst revolutionieren und hielt mich für besonders weise, sah in mir schon den nächsten Jamie Olivier in weiblicher Form, nur leider schmeckten die Kekse überhaupt nicht. Um ganz ehrlich zu sein, waren sie ungeniessbar. Meine Idee, einen besonders fettarmen, Kalorien killenden Mager-Leger Butter zu verwenden, erwies sich als ziemlicher Flop.

 

Seither verwenden wir am 8. Dezember nur noch richtige Butter. Unsere Biskuits sehen zwar immer noch nicht Filmreif aus, schmecken dafür aber himmlisch.

 

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