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Fünf Fragen am Fünften – JANUAR Edition

Es ist schon etwas länger her, dass ich an einer Blogparade teilgenommen habe. Irgendwie hatte ich keine Lust. Schade eigentlich. Jetzt habe ich aber wieder Bock und die Idee von Nic spricht mich an. Mein Alter. Meine Generation. Genau mein Ding. Hier sind sie also. Meine "Fünf Fragen am Fünften". 

 

1. Wann hast du das letzte Mal einen verrückten Traum gehabt?

Ganz ehrlich gesagt, habe ich über dieser Frage eine lange Zeit gebrütet und ich kann mich eigentlich an keinen Traum im Detail erinnern.

Vage sind mir ein paar Bilder von meiner verstorbenen Mutter im Gedächtnis und dass wir uns in diesem Traum unterhalten haben. Meine Mutter spricht sonst nie zu mir, also in Träumen, meine ich.

 

Ich erinnere mich auch an Bilder von meiner elterlichen Wohnung und ich weiss noch ganz genau, dass ich ziemlich orientierungslos war, als ich von diesem Traum hochgeschreckt bin.

Ja, ich bin mir ganz sicher, es war kein sanftes Erwachen, ganz zu schweigen von einem erholsamen Schlaf und ich wusste zuerst gar nicht wo ich mich befand.

Langsam habe ich aber dann doch realisiert, dass meine Mutter seit zwölf Jahren nicht mehr lebt. Ich habe mich danach ziemlich traurig gefühlt und auch der folgende Tag war irgendwie überschattet….

 

2. Bist du heute so, wie du es dir mit 16 vorgestellt hast?

Nein. Absolut nicht. Damals habe ich mir geschworen, auszuziehen sobald ich achtzehn bin. Geblieben bin ich bis 36....Mit meinen 48 Jahren habe ich gerade erst begonnen mich selbst zu verwirklichen. Ich erfinde mich immer wieder neu und versuche herauszufinden, was ich eigentlich vom Leben will und erwarte. 

Ich probiere Sachen aus, die ich mich früher nie getraut hätte und für mich auch überhaupt nicht in Frage gekommen wären.

Jetzt traue ich mich viel mehr neue Dinge zu versuchen. Zum Beispiel: habe ich mir ein Elektrobike gekauft und lerne Langlaufen.

 

Es klingt verrückt, ich weiss, aber erst jetzt realisiere ich, was Eigenverantwortung heisst und traue mich mein Leben selbst in die Hand zu nehmen und zu formen, wie es mir gefällt.

Trotz meines Alters musste ich zuerst einmal lernen, dass ICH alleine für mich verantwortlich bin und dass Träume nicht unbedingt nur Träume bleiben müssen, sondern auch gelebt werden dürfen.

 

Diese Erkenntnis macht mir aber auch Angst. Oft gerate ich ins Grübeln und fürchte, dass für meine ganzen Pläne vielleicht gar nicht mehr genügend Zeit übrig ist, um sie alle zu realisieren.

Ein ganz grosser Traum von mir ist übrigens; Jamie Oliver einmal live zu treffen. Per E-Mail habe ich auch schon versucht heraus zu finden, wie man an Event-Tickets kommt. Leider habe ich bis jetzt keine Antwort erhalten. In meinen fantasievollsten Gedankensprüngen stelle ich mir vor, dass ich beim Naked Chief-Management insgeheim als Stalker gehandelt werde….

 

3. Gibt es etwas, das du am alt werden richtig gut findest?

Viele Dinge sehe ich jetzt ganz anders. Gehe Probleme ruhiger und überlegter an. Ich bin selbstbewusster, offener geworden und laufe nicht jedem Trend hinterher, unterliege nicht mehr dem Gruppendruck. Ich lebe meinen eigenen exzentrischen Modestil und wenn mir danach ist, färbe ich meine Haare eben blau, oder grün (wie im Moment).

 

Ich habe meinen eigenen Stil entwickelt und versuche herauszufinden was mir gut tut. Ich selektioniere gewisse Dinge und Situationen bis sie für mich stimmen.

 

Ich rede nicht mehr um den heissen Brei herum. Heikle Themen spreche ich direkt an. Die Erfahrung hat mich gelehrt, dass ich mit dieser Taktik viele Missverständnisse, Hoffnungen, oder Forderungen direkt ausräumen kann und Enttäuschungen erfolgreich vermieden werden.

 

Ich schätze ein Gläschen guten Wein. Trinke nur zum Genuss. Weiss wann genug ist und es ist mir Piep-Schnurz egal, wenn ich bei meinem standhaften NEIN in Bezug auf Alcopops abschätzige Blicke ernte. Ich vertraue auf mein Bauchgefühl und fahre damit gut.

Endlich kann ich mir ohne schlechtes Gewissen richtig gute, teure Gesichts-Cremes leisten. Ich schäme mich auch nicht mehr für meine Schuhgrösse (40/41) Mittlerweile weiss ich, dass Frau auch in diesen Grössen schicke, sexy Schuhe shoppen kann.

 

4. Welcher Geruch verursacht bei dir Kindheitserinnerungen?

Meine Eltern waren beide Bergdorfmenschen. Sowohl meine Mutter, als auch mein Vater entstammten beide von Bauernfamilien. Mein Vater wuchs in einem 26 (!!!) Seelen-Bergdorf auf.

 

Wir besassen eine kleine Wohnung in diesem Dorf. Als Kinder waren wir in den grossen Ferien und an den Wochenenden immer dort anzutreffen. Elektrischen Kochherd gab es in dieser Wohnung nicht.

 

Gekocht und geheizt wurde mit dem Holzofen. Das Holz wurde selber, also von meinen Eltern gespalten. Wenn wir Kinder durchs Dorf streiften - und es war schon kälter - und in den Dorfhäusern wurden die Holzheizungen angeschmissen, entstand da immer dieser unverwechselbare Geruch. Das ist für mich wie nach Hause kommen.

 

Manchmal nehme ich diesen vertrauten Duft auch in meinem Bergdorf wahr. Ich fühle mich dann sehr geborgen und in meine Kindheit zurück versetzt.

 

5. Welche übernatürliche Superkraft hättest du gern?

Das klingt jetzt total kindisch. Ich würde gerne in die Vergangenheit reisen können und mich in einem Outlander-Roman wieder finden.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Nic {luzia pimpinella} (Dienstag, 16 Januar 2018 19:23)

    Schön, dass du dabei bist. Deinen Blog kenne ich schon so ewig lange. Jetzt erfahre ich noch mehr über dich. ;)

    ... ZITAT: "Ein ganz grosser Traum von mir ist übrigens; Jamie Oliver einmal live zu treffen"...

    Das Erlebnis durfte ich ja im Dezember haben. Der Typ ist einfach genau so sympathisch wie im TV... total authentisch.

    ... ZITAT: "Ich rede nicht mehr um den heissen Brei herum."

    AMEN!

    Liebe Grüße
    Nic

    P.S. Ich hoffe, du bist im Februar wieder dabei. Die Fragen sind auch schon online...;)