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ganz grosse schottland-liebe

In einer drückend, schwülen, heissen Sommernacht übernachteten wir in Genf, in der Nähe des Flughafens, leicht bekleidet mit Flip-Flops an den nackten Füssen, um der Hitze einen Schritt voraus zu sein.

 

Am nächsten Morgen ging es endlich los und als wir in Edinburgh landeten, durchwühlte ich hastig unser Gepäck nach warmer Kleidung und Gore Tex Schuhen, während Herr G. sich um die Formalitäten für unser Mietauto kümmerte.

Tipp: Seid meinem Mann in Spanien, vor ein paar Jahren, die ID-Karte entwendet wurde bin ich in gewissen Dingen sehr vorsichtig geworden. Seither kopiere ich, vor einer Reise, alle wichtigen Dokument und bewahre sie separat von den Originalen auf.

Das schottische Wetter hielt also, was es versprach und begrüsste uns mit Eimer-weisen Regengüssen, aber wir waren ja vorbereitet und um ganz ehrlich zu sein, freuten wir uns auch diebisch darüber, der brütenden Schweizer Hitze für die nächsten Wochen entfliehen zu können.

 

 

Übrigens bewahrheitet sich in Schottland die Regel;dass es kein schlechtes Wetter gibt, sondern nur unpassende Kleidung.

 

 

In Schottland hast du genau zwei Möglichkeiten:

  • Du trotzt dem Wetter, ignorierst es und lebst dein Leben oder,
  • du lamentierst über etwas, das du sowieso nicht ändern kannst und wartest zu Hause im Trockenen auf besseres Wetter, was nicht oft vorkommt.

 

Wir haben uns definitiv für die Nummer eins entschieden.

 

Die Mietwagen-Übernahme klappte ohne Probleme und das integrierte Navi war eine grosse Hilfe. GsD fährt der Lieblingsmann gerne Auto. Ich glaube, ich hätte so meine Schwierigkeiten mit dem Linksverkehr gehabt. 

 

Ich empfand es schon als sehr gewöhnungsbedürftig, nur schon auf der richtigen Wagenseite einzusteigen. Übrigens nahm auch Herr G. irrtümlich ab und zu auf meiner Seite Platz.

Die Strassen Schottlands bestehen oft aus sogenannten Single Track Roads, vor allem in den Highlands begegnet man diesen oft.

 

Wenn man wie ich, auf der Beifahrer Seite Platz nimmt, empfindet man diese Single Track Roads als eine ziemlich holprige Angelegenheit. Für den Copiloten heisst das also, Fun-Faktor inklusive.

Unser erster Stopp, mit dem neuen fahrbaren Untersatz, führte uns nach Edinburgh. Hier haben wir auch übernachtet und zwar im Arrandale Guest House.  Irgendwie haben wir aber, bei der Buchung die Distanz zum Zentrum total unterschätzt. Zu Fuss von A nach B war möglich, dauerte aber etwas länger.

 

Natürlich hätten wir auch bequem in unser Auto steigen können, aber die Parkplatzsuche in Edinburgh gestaltet sich nicht ganz so einfach.

  •  Pluspunkt; Die Bus-Station befindet sich ganz in der Nähe.

Die Zimmer im Guest House sind sehr gemütlich. Parkplätze sind auch vorhanden und das Frühstück wird nach Wunsch frisch zubereitet, d.h.: wir durften unsere Wünsche am Vorabend auf eine Liste schreiben und wurden dann am folgenden Morgen so richtig schön bekocht und verwöhnt.

 

  • Wissenswert: In Schottland ist ein Check-in meistens erst ab 15:00 Uhr möglich. Und die Gastgeber halten sich auch sehr gerne daran.

Für unseren ersten, offiziellen Ferientag in Schottland haben wir uns dann auch ein wunderbares, luxuriöses Abendessen in ‚the witchery‘ gegönnt.

 

Die Tisch-Reservation habe ich schon in der Schweiz getätigt. Es wäre sonst unmöglich gewesen einen Tisch zu ergattern. Das Restaurant ist wirklich sehr schön gelegen, by the castle und die Location hat Styl.

Ich habe mich ehrlich gesagt, schon fast ein bisschen underdressed gefühlt.

 

Was bin ich übrigens erschrocken, als mir der Türsteher, (für mich sah der Mann jedenfalls  aus wie ein Türsteher, earphone im Ohr, Anzug, Krawatte und von der Gestalt her ein richtiger, bärtiger Hüne), die Serviette auf den Schoss gepackt hat. Das hat er übrigens mit allen gemacht, auch mit dem Lieblingsmann, der den Menschen noch um einen Kopf überragt hat…

 

Tipp: Tisch-Reservationen unbedingt schon vor der Reise buchen.

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