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Fünf Fragen am Fünften – FEBRUAR Edition

1. Bist du morgens nach dem Aufwachen gleich richtig munter?

Leider überhaupt nicht und für mein Umfeld, das normalerweise mit sechs Stunden Schlaf auskommt und dann quickfidel durchs Leben tanzt, ist das überhaupt nicht angenehm.

 

Ich muss den Wecker  auf zwei verschiedene Zeiten stellen, um dann eine halbe Stunde nach dem zweiten Klingeln, überhaupt mal aus dem Bett zu kommen. So halbwegs ansprechbar bin ich erst nach meinem Morgenkaffee und einigermassen erträglich werde ich nach der zweiten Tasse Kaffee.

 

Vor einigen Monaten war ich chronisch müde. Ich weiss aber auch woran das lag. Meine Eisenwerte sind nicht besonders hoch, aber ich bilde mir jetzt mal ein, dass meine mir selbst auferlegte Floradix-Kur  da Wunder wirken wird und zusätzlich bekomme ich seit rund einem Jahr Vitamin B12-Spritzen. Und da denke ich jetzt schon sichtbare Fortschritte im Energie-Level erkennen zu können.

 

2. Würdest du gern in die Zukunft blicken können?

Generell; Nein, denn wo bliebe dann die Spannung, das Spontane?  Obwohl,  manchmal wäre es schon schön, etwas vorher zu wissen, aber nur die Happyends.

Ich bin von Natur aus ein sehr grüblerischer Mensch und nehme das Leben nicht unbedingt von der leichten Seite. Die Zukunft zu kennen, würde mir zu viel Angst machen. Ganz ehrlich, schon jetzt bei der Vorstellung daran, habe ich ein ganz mulmiges Bauchgefühl.

 

3. Bist du gern allein?

Definitiv JA.

Ich denke, das ist der Fluch von uns kreativen Menschen. Wir brauchen  Zeit um mit uns allein zu sein und das ist auch überhaupt kein Problem, denn wir wissen ja, wie wir diese Zeit nutzen können. Ich bin oft und gerne alleine.

 

Alleinsein ist für mich Quality-Time. Während dieser Zeit widme ich mich ganz und gar Dingen, die ich liebe, wie z.B.: mein Blog, mein Shop und gehe darin voll auf.  Meistens merke ich gar nicht wie die Zeit verfliegt und wenn mir doch mal die Decke auf den Kopf fällt, schnappe ich mir meine Kamera und mache einen Spaziergang, oder sollte mir nach Gesellschaft sein, setze ich mich in ein Café.

Dabei muss ich mich nicht zwangsläufig mit jemandem treffen. Meistens genügt mir schon das Stimmengewirr um mich herum und ich bin wieder Teil der Gemeinschaft und es ist ja auch nicht so, dass ich alleine lebe.

 

4. Traust du dich, als Erste auf die Tanzfläche zu gehen?

Nie und nimmer, denn ich kann gar nicht tanzen. Was bei anderen locker flockig aussieht, wirkt bei mir komisch. Ich habe überhaupt kein Gespür für schöne Bewegungen, geschweige denn Rhythmus im Blut. Leider.

 

Als Teenie habe ich mir so sehr gewünscht ganz toll tanzen zu können. Meine Eltern haben mich sogar einen Tanzkurs besuchen lassen, aber als ich dann in der Stunde war, fühlte sich Tanzen für mich nur als Qual an.

 

Wie das Leben so spielt ist mein Mann ein begnadeter Tänzer, um den mich viele Frauen beneiden. Männer tummeln sich ja meist nicht so gerne auf der Tanzfläche… Nun MEINER schon.

 

Und weil Herr G. so süss ist, flunkert er mir auch ständig vor, dass er am aller liebsten nur mit mir tanzt. Er ist auch ein ganz Tapferer, wenn man bedenkt, wie viele Male ich ihm schon auf die Zehen getreten bin, oder in fast zum Stolpern brachte.

Man kann ja viel von mir behaupten, aber die Erste auf der Tanzfläche werde ich sicher nie sein.

 

5. Was war bisher die spontanste Aktion deines Lebens?

Och, da gibt es einige.

 

  • Ein wichtiger Schlüsselmoment war sicher, als ich nur einem Monat nach unserem Kennenlernen, mit Sack und Pack bei meinem Lieblingsmann eingezogen bin.

 

 

  • Vier Monate später überraschte ich meinen Mann auf dem Krankenhausflur mit einem Heiratsantrag. Ja, richtig! Ich habe gefragt und zwar in einer sehr ernsten, traurigen Situation und total unromantisch. Meine Mutter war damals schwer krank und ist leider ein paar Monate später gestorben. Das war schon sehr hart, damals…                                                                                                                                                             Aber um auf  den Antrag zurück zu kommen. Es war genau richtig meinen Schatz in diesem Moment, an diesem ganz bestimmten traurigen, total unromantischen und doch so wichtigen Ort zu fragen. Ich wusste einfach; jetzt ist der Moment.

 

 

  • Ja und dann war da noch die Sache mit der Kündigung. Von einem Moment auf den anderen wusste ich, es ist Zeit für eine Veränderung. Der Job passte nicht mehr zu mir und ich vermutlich auch nicht zu ihm. Ich war mit der Situation nicht glücklich. Spontan habe ich meinen Schatz angerufen und ihn von meinen Plänen unterrichtet. Der Lieblingsmann war gelinde gesagt geschockt.                                                                        Nach diesem Telefonat bin ich aufgestanden und habe mit meinem Vorgesetzten gesprochen.  Ich hatte keine Ahnung, wie es beruflich weitergehen sollte, aber meine Entscheidung hat sich gelohnt. Kurz darauf  fand ich meinen Traumjob und weil ich sofort verfügbar war, habe ich ihn auch bekommen.

 

Übrigens stammen diese interesannten Fragen aus der Feder, der bezaubernden Nic und bei ihr auf dem Blog, findet ihr auch noch weitere, spannende Antworten.

 

See you

Esther

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Kommentare: 9
  • #1

    Doris (Montag, 05 Februar 2018 10:10)

    Toll geschrieben - Tolle Frau ��⚒���

  • #2

    Esther (Montag, 05 Februar 2018 11:23)

    Liebe Doris
    Danke für deinen lieben Kommentar :-)

  • #3

    Claudia (Montag, 05 Februar 2018 14:04)

    Interessant und schön gibt es spontane Menschen. Ich bin es ja überhaupt nicht...

    Grüessli, Claudia

  • #4

    Esther (Montag, 05 Februar 2018 15:15)

    Dafür bin ich keine Augenweide auf der Tanzfläche... :-)

  • #5

    Anne (Dienstag, 06 Februar 2018 19:13)

    Liebe Esther,
    spannend, deine Antworten zu lesen. Und nebenbei bewundere ich den grandiosen Ausblick, den du da genießt.

    Viele Grüße
    Anne

  • #6

    Nic {luzia pimpinella} (Freitag, 09 Februar 2018 16:53)

    Das war wieder total spannend.

    ZITAT ""Alleinsein ist für mich Quality-Time" So sehe ich das auch. Allein sein, sollte man auch nicht mit einsam sein verwechseln, dass sind zweierlei Dinge.

    Deine Tanzgeschichte hat mich zum Lachen gebracht und ich bin beeindruckt von deiner Spontaneität - vor allem in Sachen Job.

    Liebe Grüße
    Nic

  • #7

    eva (Dienstag, 13 Februar 2018 16:01)

    Boah, mutig, den Job hinzuwerfen, ohne zu wissen, was dann kommt. Dafür hätte ich viel zu viel Schiss. Ach ja die Eisenwerte, das macht einen echt platt, wenns fehlt. Alles Gute Dir!

  • #8

    anja (Dienstag, 13 Februar 2018 20:34)

    manchmal spürt man Nähe zu einem Menschen, den man gar nicht kennt. Einfach nur weil dies oder das schreibt. Hier passiert :-)

  • #9

    Esther (www.ateliergraechbodi.ch) (Mittwoch, 14 Februar 2018 10:43)

    Danke, ihr Süssen; für eure lieben Kommentare! Ich bin gerade überwältigt! MUAH
    Und da heute Valentinstag ist, wünsche ich dir liebe Anja, Eva, Nic, Anne, Claudia, Doris und allen die mitlesen, einen wunderschönen Tag.

    herzlichst Esther