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BACKEN IST LIEBE


Das Abenteuer Macarons

Eine süsse Liebesgeschichte

 

Macarons selber backen, wollte ich schon lange können. Bei uns sind die kleinen, bunten Dinger als Luxemburgerli bekannt und das „Luxe“ spiegelt sich vor allem im stolzen Preis wieder.

Aber die putzigen Macarons schmecken so himmlisch und sehen einfach nur ‚Wow‘ aus. So wunderschön, dass sie sich geradezu als attraktives Foto-Sujet anbieten.

 

 

Mein erster Anlauf, diese süssen Versuchungen selber herzustellen, endete in einer Katastrophe und ich wurde spätestens beim Backofen putzen unsanft in die Wirklichkeit zurück katapultiert.

 

 

Eigentlich war der Misserfolg ja voraussehbar und schon vorprogrammiert. Es war nicht anders zu erwarten gewesen. Total minimalistisch, habe ich mich auf eine Backmischung verlassen. Tja, selber schuld…

 

 

Na ja, wenn ich ganz ehrlich bin, war mir eigentlich von Anfang an klar, dass das nicht gut gehen konnte und ich sollte auch recht behalten.

 

Statt Macarons mit den typischen Füsschen, spuckte mein Backofen eine einzige, flache, zerlaufene, klebrige Masse aus.

 

 

Macarons waren somit für mich erst einmal Geschichte, eine unendliche Geschichte, denn der Gedanke es doch noch einmal zu versuchen liess mich einfach nicht mehr los.

 

 

Diesmal wollte ich aber, gleich zu Anfang, alles richtig machen. Also,  machte ich mich schlau, sammelte Rezepte, Zubehör und Gadgets. Dann versuchte ich es erneut.

Das Resultat; einigermassen passabel, aber noch nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Immerhin, die Füllung schmeckte schon mal köstlich.

 

 

Da ich aber unbedingt bessere und vor allem schöne Macarons backen wollte und mein Ego schon ein wenig gelitten hatte, beschloss ich auf Nummer sicher zu gehen und mich für einen Kurs einzuschreiben.

 

 

Faktisch und nach realistischer Überlegung, habe ich meinen jeweils aufkommenden Ärger bei nicht-gelingen  und den dazukommenden Materialverschleiss, von ungeniessbaren Klumpen in eine Waagschale geworfen und bin zu dem Entschluss gekommen, dass sich ein Kurs allemal rechnet.

 

Und so war es auch, denn wo lernt es sich besser als unter gleich Gesinnten.

 

 

Seither bin ich den kleinen Teufels-Dingern total verfallen und backe sie mindestens ein bis zwei Mal die Woche. Diese kleinen Süssigkeiten haben mein Herz im Sturm erobert.

(Fast) jeder hat sie gerne und Macarons eignen sich auch wunderbar als kleines Mitbringsel. Ich persönlich liebe sie in Kombination mit einem feinen Kaffee.

 

 

Die Macarons gelingen mir auch jetzt noch nicht immer zu 100 %, so wie ich mir das vorstelle und oft sehen meine Macarons auch noch etwas abenteuerlich aus, aber die Freude, wenn ich dafür ein Kompliment einheimse, überwiegt und die leere Macarons-Etagere, nach einer Veranstaltung, spricht auch für sich, oder mich, je nach dem.

 

Mein Lieblingsmann meint ja immer, ich sei mit mir selber viel zu streng, aber ich mag es eben gerne hübsch und gut und köstlich.

 

 

Übrigens, was ich im Kurs gelernt habe, ist  GEDULD, Geduld und nochmals Geduld. Das und ein wirklich sehr, sehr  GENAUES  Arbeiten sind für das Gelingen von Macarons unerlässlich.

 

 

Seit ich das verinnerlicht habe, lade ich mir, wenn ich Macarons backe, nebenher nichts Zusätzliches mehr auf meine to-do-Liste und nach dem Backen plane ich noch genügend Zeit ein, um die Macarönchen schön in Szene zu setzen und zu fotografieren.

 

Das ist dann das Sahne-Häubchen, nach der ganzen Prozedur und ich kann mich noch lange, nachdem die Macarons schon längst alle aufgegessen worden sind, an ihrem Anblick erfreuen.

 

Backen ist Liebe.

 

 

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