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alle Jahre wieder

Warum meine Weihnachtsgüetzli NIE perfekt aussehen...


Heute lüfte ich mal das Geheimnis, wieso meine Weihnachtsguetzli so aussehen, wie sie halt eben aussehen.

Jedes Jahr starte ich mit grossen Ambitionen in den vorweihnachtlichen Back-Marathon. Schon Wochen im Voraus durchforste ich das Internet nach DEN perfekten Kecks-Rezepten.

 

Ich tummle mich in Blogger-Foren, durchforste Instagram und schliesse mich Weihnachts-Plätzchen-Selbsthilfegruppen an. Migusto ist vor mir ebenso wenig sicher wie Fooby, oder Swissmilk.

Und dann werde ich ENDLICH fündig. Drei perfekte Rezepte.

Genau auf die Geschmäcker und Mitglieder unserer Klein-Familie zugeschnitten.

 

Tja, und damit wären wir auch schon beim Schwachpunkt meines sorgfältig durchdachten Weihnachts-Guetzli-Back-Plans.

Meine Familie, denn der Grosse (Lieblingsmann, seines Zeichens ein NO-Cook) und die Kleine, wollen bei diesem Event unbedingt mithelfen.

 

Meine Begeisterung hält sich in Grenzen, weil ich doch dieses Jahr DIE perfekten Biskuits auf Instagram, FB und im Blog präsentieren will.

 

Jetzt, nach meinem Foto-Kurs erst recht.

Ich versuche die ganze Angelegenheit nicht mit den Augen einer Food-Bloggerin zu sehen, sondern mit der Güte und Grosszügigkeit einer liebenden Mutter und Ehefrau, aber das gelingt mir dieses Jahr überhaupt nicht, denn ich will doch mit DEN perfekten Weihnachts-Biskuits-Fotos angeben.

 

Alle anderen Blogger-, Insta- und FB-Mamis schaffen das doch auch.

Also; ‚Immer mit der Ruhe!‘ ermahne ich mich selbst. Immerhin ist der Teig schon mal ganz passabel.

Das haben wir toll hingekriegt. So als Familie.

 

Als der Lieblingsmann dann anfängt die Spitzbuben auszustechen, atme ich tief durch, ganz, ganz tief.

Wenig später verliere ich allerdings schon mal ein klein wenig die Fassung.

Nämlich als die Formen total verkleben und es unmöglich scheint ein Muster in den Spitzbuben-Deckel zu stanzen.

 

Kurzerhand entschliesst sich Herr G. dazu, dass gar kein Muster im Spitzbuben-Deckel nötig ist.

 

Für mich schon mal eine kleinere Katastrophe. Bei meiner Blogger-Ehre: Wie soll ich so unfotogene Guetzlis posten?

 

Aber ich bleibe stark und lasse mir nichts anmerken. Schliesslich ist der Familien-Back-Tag am 8. Dezember bei uns Tradition.

Auch den rosa-farbenen Zuckerguss auf den Mailänderli ertrage ich stillschweigend und mit Fassung und ich versuche mich auch bei den überdimensionalen, Teller-grossen Sables nicht aus der Fassung bringen zu lassen, aber mittlerweile bin ich den Tränen nahe.

 

Nächstes Jahr werde ich alle Weihnachtsbiskuits kaufen. Nie, nie wieder werde ich mir das antun.

Am nächsten Tag sieht die Welt dann aber doch wieder um einiges freundlicher aus. Als ich in eines der rosa-Zuckerguss Mailänderli beisse, bin ich mit meinen Lieben wieder versöhnt. 

 

Natürlich werden wir auch 2019 wieder unseren traditionellen Familien-Weihnachtsback-Tag zelebrieren.

 

Vermutlich wird auch wieder das eine, oder andere nicht so nette Wort meinerseits fallen (dafür entschuldige ich mich schon heute mal vor und natürlich auch noch nachträglich für 2018)  und vermutlich wird sich die Enttäuschung auch wieder mit Zornestränen bemerkbar machen, aber hey, die Dinger sind zwar nicht perfekt, aber sie schmecken und die Fotos dazu gefallen mir auch, aber das aller-aller-WICHTIGSTE ist;

 

Ich liebe euch zwei Chaos-Bäcker!

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