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DAS SCHWEDISCHE LEBENSGEFÜHL


'M E I N'   Sommer in Stockholm

WAS  STOCKHOLM  AUSZEICHNET

 

Stockholm umfasst vierzehn Inseln, die durch mehr als fünfizg Brücken unter einander verbunden sind. Im Volksmund wird Stockholm oft auch als ‚die Entspannte‘ bezeichnet. Die Einwohner der schwedischen Hauptstadt werden gerne als Trendsetter in der Modewelt betrachtet und es wird behauptet, was in Stockholm City nicht ankommt, schafft es auch nirgendwo sonst in der Welt.

 

Obwohl die Stadt offen für neue Mode-Richtungen ist, lebt sie doch erstaunlich wenig Individualismus. Ein neuer Trend wird von (fast) allen gelebt und über die entsprechende Saison hinweg mitgetragen. Es gibt nicht viele verschiedene Richtungen. Es gibt einfach EINEN Trend.

 

Ein Zustand, der für junge Modedesigner/innen schon recht zermürbend und auch langweilig sein kann. Um die entworfene Kleidung an die Frau bzw. den Mann brigen zu können, bleibt vielen gar nicht's anderes übrig als sich dem Mainstream und dem allgemeinen Modediktat zu unterwerfen und am gleichen Strang zu ziehen.

 

HAUPTSTADT - CHARME

 

Die Stockholmer mögen es überhaupt nicht, ihren Reichtum zur Schau zu stellen und deshalb fällt Stockholms Mode-Stil eher klassisch und schlicht aus.

Den Farben schwarz, weiss und grau wird dabei der Vorzug gegeben. Ein Grund mit dass, das Besondere an Designer-Stücken, welches dem Betrachter zuerst ins Auge fällt und auch einen sicher bleibenden Eindruck hinterlässt, der Preis ist.

 

SCHWEDISCHER GENUSS

 

Der Winter ist in Schweden kalt,  viel zu lange und die Tage recht kurz. Die Sommerzeit wird dafür aber umso intensiver gelebt. Lange Tage, bei denen die Sonne erst um ca.: 22.00 Uhr untergeht und um ca.: 3.40 Uhr wieder auf, wollen ausgiebig genutzt werden. Schon von klein auf lernen schwedische Kinder die Vorzüge der Natur und der warmen Jahreszeit zu schätzen und verbringen ganz viel Zeit im Freien.

 

Wir hatten das Glück, Stockholm im Juli besuchen zu können und wie man uns versicherte, gab es seit 1997 nicht mehr so einen Wetter-mässig fantastischen Sommer wie heuer.

 

Ein Grund mehr unsere Köttbullar draussen, unter den Kastanien (Under Kastanjen)   zu geniessen. Ein wunderschönes, schnuckeliges Restaurant welches, wie der Name schon verrät unter Kastanien gelegen ist und ein nicht mehr ganz so geheimer Geheimtipp. Die Location befindet sich ein klein wenig abseits der üblichen Touristenpfade und ist deshalb sehr begehrt. Also unbedingt im Voraus reservieren.

 

 

Auch einen Besuch wert ist das Hairy Pig Restaurant, auf das wir eher durch einen Zufall, oder genauer gesagt einen kleinen Lapsus meiner seits aufmerksam wurden.

 

Wie ich herausgefunden habe, gibt es in Stockholm zwei Hairy Pigs.

 

Eines ist das Deli mit dem haarigen Schweinekopf an der Wand, welches wir eigentlich ursprünglich besuchen wollten und das zweite nennt sich Hairy Pig Restaurant, in welchem wir schlussendlich gelandet sind, weil mir bei der Reservation der klitzekleine Unterschied zwischen Deli und Restaurant entgangen war.

 

 

Wer noch nie in Schweden war, wird sich vermutlich über die hohen Alkohol-Preise wundern. Diese sind bedingt durch die hohe Alkoholsteuer. In den meisten Reiseführern wird auch genauer auf das wie und warum eingegangen.

 

SEHENSWERT

Eine schöne Abwechslung vom motorisierten Stadtleben, bietet der Besuch der königlichen Ställe, welche sich mitten in Stockholm befinden.

Die geführte Tour fanden der Lieblingsmann und ich sehr charming. 

 

Leider waren bei unserem Besuch nur gerade mal zwei Pferde in den Stallungen, aber in den Royal Stables gibt es ja noch den königlichen Fuhrpark mit seinen Kutschen und Autos zu entdecken und dann wäre da ja auch  noch die süsse Hofkatze, welche es liebt, sich in den angrenzenden Restaurants unter die Gäste zu mischen.

 

WAS MAN SONST NOCH SO UNTERNEHMEN KANN

 

Und natürlich haben wir uns auch wie typische Touristen verhalten. Wir waren im ABBA Museum und seither bin ich ein grosser, grossssser Fan.

 

Und auch den Globe haben wir nicht ausgelassen.

 

Selbstverständlich waren wir auch im Königsschloss. Und wir waren total von den Kellergeschossen und der in dem alten Gemäuer lauernden Geschichte und Ausstellung angetan. Auch eine Besichtigung der Kronjuwelen durfte nicht fehlen. Ich staune immer noch über die gewichtigen Kronen, aber noch mehr über die Träger derselben. Am Ende einer Zeremonie müssen da doch heftige Kopfschmerzen an der Tagesordnung sein.

 

 

Eigentlich hätte man in Stockholm noch viel mehr erleben und unternehmen können, z. B.: den Schärengarten erkunden und obwohl ich unsere Reisen jeweils sehr gut durchplane, verspürte ich diesen Sommer nicht den gleichen Enthusiasmus wie sonst.

 

In dieser Zeit war mein Schwiegervater (klick) schon sehr schwer krank und es zeichnete sich voraus was als nächstes kommen würde.

 

Über dem ganzen Kummer der letzten Monate, war unser Urlaub nur zweit-rangig und ich bin mir SICHER, in Schweden gibt es noch viel, VIEL mehr zu entdecken.

 

Meinen Mann und mir war es heuer wichtig, einfach mal den Alltag hinter uns zu lassen, wieder neue Kraft zu tanken und uns gemeinsam als Paar eine Auszeit zu gönnen und das kann man in Stockholm sehr gut. Geniessen und die Seele baumeln lassen. Sich einfach dem einen Trend anpassen und dem Mainstream folgen.

 

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